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Wacken 2007 Rain or Matschgaudi
Mittwoch Anreisetag:
Uns schwante im 70km entfernten Lübeck Böses, immerhin hatte es hier wie in Wacken seit 1 Woche Dauerregen gegeben. Als wir dann morgens in den Verkehrsnachrichten von dem Chaos hörten entschieden wir uns dann doch lieber die Autos in einem Dorf in der Nähe von Wacken abzustellen. Zum Glück kennt man als Norddeutscher und WOA Stammbesucher einigermaßen die Feldwege hier und so hatten wir Glück im Stauumfahrens und Zeltenschleppen.
Nach dem das Zelt aufgebaut war, gewisse Mitfahrer schafften das Mittwochmittag nicht mehr, vielen Dank noch mal, beschlossen wir uns die Standardwackenbeschäftigungen zu machen. Grillen, Bier Trinken etc.
Und so verlief der Tag für uns eigentlich ganz entspannend auch wenn die aggressive Stimmung aufgrund des Anreisechaos etwas nervte. Schon mal auf einer Matschwiese Auto gefahren, war zwar alles etwas blöde aber jetzt sind wir da. Der Abend endete wie immer in Wacken im totalen „Auf Dem Campingstuhl Einschlafens“, das übliche halt ;)
Donnerstag:
Die Straßen waren zum Glück wieder einigermaßen befahrbar und so holten wir morgens erst einmal das Auto hinterher.
Eine Menge los ist bei den Altrockern von ROSE TATTOO, was für die Uhrzeit eigentlich unüblich ist, aber hätte ich gewusst das die Band erst ca 15min später auf die Bühne kommt wäre wohl noch ein Bier drin gewesen.
Aber als es dann soweit ist und die Australier um Gary Anderson heizen Wacken mit Songs wie „Rock N Roll Outlaw“ mächtig ein.
Blitzkrieg
Bei Blitzkrieg wollten wir mal etwas für die Musikalische Geschichte tun und uns die Heroen anschauen. Von Staub auf den Saiten war hier aber nichts zu spüren, fröhlich und spritzig präsentierte sich die Band mit alten und neuem Material besonders „Theatre of the Damned“ brachte so manche Haare zu schütteln. Geiler Gig
Sodom
Der Gig heute Abend wurde als Jubiläumsgig ausgewiesen und man wollte so fast jedes altes Bandmitglied der vergangenen Jahre auf die Bühne holen.
Nach dem Start mit „Blood On Your Lips und Wanted Dead“ wurde die Bühne zu einem Markt voller Musiker, außer Witchhunter spielte wohl jeder aus den vergangenen Jahrzehnten für einen Moment wieder bei Sodom. Die Stimmung war unbeschreiblich sowohl vor der Bühne als auch auf der Bühne untermalt mit einem Napalmfeld an Pyros schlossen Sodom das Konzert mit "Ausgebombt", "The Saw Is the Law", "Outbreak of Evil" und "Bombenhagel" ab.
Setlist:
Blood On Your Lips
Wanted Dead
City Of God
Axis Of Evil
Blasphemer
Proselytysm Real
Christ Passion
Magic Dragon
Tarred & Feathered
One Step Over The Line
Wachturm
Get What You Deserve
Abuse
Frozen Screams
The Vice Of Killing
Napalm In The Morning
Sodomy and Lust
Ausgebombt
The Saw Is The Law
Outbreak Of Evil
Bombenhagel
Freitag:
Suidakra
Wer zum Teufel hatte SUIDAKRA zu um 11.00 Uhr verdonnert? So hatten man sich gerade erst die Zähne geputzt und das erste Bier verdaut, da legten die Ruhrpottbewohner auch schon los. Unterstützt von einem Livedudelsackspieler legten sie zu frühen Morgenstunde einen saugeilen Gig hin und konnten mit dem neuen Material sehr gut überzeugen.
Feuer bei AMORPHIS, weil man aufgrund des Morastbodens neuen Stroh verteilt hat musste die Feuerwehr erstmal einen kleinen Brand vor der Bühne löschen. Die Raucher waren wohl wieder Schuld. Der Gig von AMORPHIS verschob sich so hinter NAPALM DEATH, die mir aber so früh am Morgen noch zu viele Kopfschmerzen bereiteten, Wacken Kopfschmerzen halt. Der Gig war aber ganz nett und verursachte den ersten Moshpit am Freitagmorgen.
Nun waren aber AMORPHIS dran, die erste Melodic Death Metal Band auf diesem Festival und wir wurden nicht enttäuscht. Die Kompositionen a la „Silent Waters“ , „Alone“ „Black Winter Day“ waren nicht nur ein Genuss sondern animierten so einige zum fröhlichen Deprimoshpit.
Ich blieb aber lieber stehen, da mir der Boden Angst machte, immerhin dachte man alle 2 Schritte daran dass man 3 Meter im Boden verschwinden könnte.
Die Dänen VOLBEAT kommen mit 30 Minuten Verspätung auf die Bühne,aber das ist schnell vergessen als sie loslegen. Voller Beat halt und das mal 100% mit Songs wie Sad Man´s Tongue oder Radio Girl und The Garden´s Tale hatten sie das Publikum schnell im Griff . Perfekte Voraussetzungen um die Fans in allerlei lustige Aktionen mit einzubeziehen, was natürlich den Wacken Besuchern gefällt.
Depressive Musik die erste mit Therion, naja was ist depressive Gothic Musik nachmittags in der Sonne? Um die Uhrzeit ritzen sich doch eigentlich nur EMOs, naja auch einige Schwarzgewandete versammelten sich um die Uhrzeit und wurden mit gemischtem Set empfangen, so ließ man eigentlich die komplette frühere ära komplett aus und konzentrierte sich auf die neueren Werke. So trug man fleißig „To Mega Therion“ „Cults of the Shadows“ vor, der Funke fehlte aber dennoch was aber auch an der Uhrzeit lag.
LACUNA COIL
Tittenbonus bei den Italienern von Lucana Coil oder einfach nur geile Mucke? Die Fans sind wohl wegen beidem gekommen und keiner wurde enttäuscht auch wenn das Material eher auf das letzte neuere Album auslegt war bestritt die Band den Gig sehr solide.
Besonders bei Songs von der „Comalies“ und „Unleashed Memories“ geht das Publikum ab wie Schmitz Katze und zeigt „In Wacken Wird auch Zu Gothic Metal Crowdsurfing Betrieben“.
Daumen Hoch.
Headliner BLIND GUARDIAN machen Wacken mal wieder platt, das Gelände platzt aus allen Nähten und die blinden Gardinen geben mal wieder alles. Es werden mit Fly und Neverland sogar ein paar Songs vom aktuellen Album gespielt, aber der Hauptaugenmerk liegt natürlich an den Brechern Valhalla, War Of Wrath, Into The Storm etc.
Untermalt von riesigen Videoeinspielungen verzichtet die Band auf Pyroüberfüllung.
Braucht man hier auch nicht die Musik erfüllte ihre komplette Wirkung und man sah selbst gestandene Black Metaller den Bard Song mitsingen. Gibt es noch was hinzufügen ? Nein Blind Guardian Kills !!!!
Die Black Metaller die eben noch zu Blind Guardian geschunkelt haben standen nun vor der Black Stage um der untruesten Black Metal Band auf Erden zu huldigen. Meckern tun sie alle über DIMMU BORGIR, angucken tun sie sich die Band aber dennoch ;).
Mit einer derben Lichtshow jagen die Norweger so sämtliche Christen aus dem Umkreis von Wacken davon und öffnen die Hölle mit Songs der neueren Scheiben "Kings of the Carnival Creation" Progenies of the Great Apokalypse“ Puritania die verdammt geil rein preschen.
Aber auch Songs aus den Alten Zeiten ( Sorgens Kammer - Del II, Spellbound By The Devil“) lassen die Herzen höher schlagen. BLACK METAL IST KRIEG kann man hier nur hinzufügen und Dimmu Borgir ist momentan die Beste Streitmacht.
Bühnenhüpfen bringt in Wacken immer am meisten Spaß, da bin ich glücklich das es keine Wellenbrecher (Rock Am Ring) gibt, so dass man innerhalb von 10min zur True Stage hin überkommt um sich ICED EARTH anzutun. In der Besetzung haben ich die Truppe bisher noch nicht gesehen, leider werde wurde ich auch etwas enttäuscht. Zwar mag Ripper Owens nicht schlecht singen, aber zu den Melodien von Iced Earth passen viele Gesangslinien einfach nicht so in den Sound. Nach dem Gig, der zwar ganz gut war aber nicht überzeugend hinterließ die Band so einige enttäuschte Gesichter.
SAMAEL treten nun gegen 2.00 auf den Plan und bollern mit eiskalten Riffs noch einmal die letzte Party vor den großen Bühnen los. Untermalt von einer verdammt geilen Lichtshow liefern sie eine perfekte Show mit einer will ich meinen fast perfekten Setlist ab, so genau kann man sich dann doch nicht dran erinnern, aber es war auf jeden Fall geil. Der restliche Abend versinkt danach leider in der Grauzone vielleicht war ich auch einfach nur in ein Schlammloch gefallen.
Naja während Birger sich an nichts mehr erinnern kann, hatten wir noch die Gelegenheit uns die
APOKALYPTISCHEN REITER anzuschauen. Leider war der Eingang zu Partystage so dermaßen verstopft und voll das wir die ersten 2 Songs komplett verpassten. Zum Glück wird 2008 dort Abhilfe geschaffen und der Eingang vergrößert. Pünktlich zur „Die Sonne scheint“ konnten wir dann auch mal die Band sehen und die Party vom Bierzelt aus betrachten. Die Band spielte regelrecht um ihr Leben (was man hier ja nicht anders kennt) und spielte mit dem Publikum, sei es mit Plastikbällen, In Käfig Einsperrungen (zu dem Pest), oder ein Wettrennen mit Schlauchbooten (auf der Menge). So Spät noch so eine Mordsgaudi feiern das schaffen nur die Reiter. Nachdem wir auf dem Weg nach Hause noch diverse Mitschreiberlinge einsammelten (wo auch immer sie lagen) endete der Freitag, Pardon Samstag morgen gegen 6.00 im Zelt.
Samstag:
Einmal Döner bitte, oder so ähnlich waren die Ansagen von Heaven Shall Burn die ihre Wall Of Death bis zu den Foodständen der Partystage ausweiten konnten. Der Döner wurde sogar bis an die Bühne gebracht, krank. Zu krank um dort in die Menge zu gehen und so schaute ich mir die Band schön vom weitem aus an.
Nie wieder Alkohol, dachte an diesem Morgen so mancher im Camp, die letzte Nacht war doch zu heftig gewesen. Zum Glück standen am Nachmittag bzw. am kompletten Samstag nicht viele interessante Band an. Aber wir konnten uns doch zu RAGE hochreißen und wurden von Peavy nicht enttäuscht. Mit Live Orchester dargeboten werden die Songs Suite Lingua Mortis, From Cradle to The Grave“ heftig abgefeiert und die Stimmung ist am bersten. Der erste fette Gig am Samstag Nachmittag.
Heute hatten TYPE O NEGATIVE die Möglichkeit ihren beschissenen Gig in Hamburg nachzuholen, aber ähnlich wie damals HAHA .... fangen wir mal an:
Die Songauswahl beschränkte sich auf die langsamen Stücke.. no comment
Nach jedem Song waren ca 3min Pause ... no comment
Man spielte ca 40min gesamt .. no comment
Mr Steele war rotze voll oder dicht ... no comment
Wenn man auf der Bühne umfällt war es wohl etwas zu viel ... no comment
Sorry Type O Negative schickt euren Sänger in die Entzugsklink und hört auf die Fans zu verarschen, nie wieder. Einige hat der Gig ziemlich auf den Magen geschlagen und die verbrachten den restlichen Tag am Alkoholausschank.. na toll.
Sorry Type O Negative schickt euren Sänger in die Entzugsklink und hört auf die Fans zu verarschen, nie wieder. Einige hat der Gig ziemlich auf den Magen geschlagen und die verbrachten den restlichen Tag am Alkoholausschank.. na toll.
Immortal
Verschwinden in Wacken Menschen im Matsch fragte ich mich bei Immortal und die größte Frage wo kommen die ganzen Pandas her. Naja der Reunion Gig muss schließlich gefeiert werden und die Macht IMMORTAL zeigten das sie scheinbar wirklich unsterblich sind.
Die Songs der Unsterblichkeit folgten mit „Sons of Northern Darkness" Wrath From Above und"Tyrants“, unsterblich betrunken wirkte auch die Band, was in Wacken eigentlich aber relativ normal ist. Wie kommt ein Black Metal Sänger zum Grunzen, naja er nimmt die Kackhaltung ein und singt, manchmal hatte man hier ein echt witziges Bild, aber ansonsten war der Gig gottgleich. (BlackMetalpanda)
Weil es bei In Flames doch zum Eingang hin etwas voll war, gesellten wir uns zu den Corpse Fans und schauten uns den Gig gemütlich von der Seite aus an. In Flames verteidigten ihren Namen als einer der besten Livebands im Metallsektor wieder in allen Ehren. Zwar war die Band komplett abgefüllt, aber statt wie Type O Negative nichts mehr gebacken zu bekommen knallte es um so mehr. Besonders die Songs von der Come Clarity überraschten so manchen, zigtausend Metaller wurden sprichwörtlich weggeblasen.
Untermalt von so mancher Feuerwand raste Friesen von einer Seite zu anderen und konnte das Publikum doch relativ gut animieren wie bei der Feuerzeug/Handylichtshow bei Come Clarity. Neben Take This Life &co gesellten sich auch Songs älteren Datums u.a. Colony, Episode 666, Trigger und Pinball Map. Erdbebenstimmung wurde dann beim kollektiven Hüpfen zu Only For The Weak ausgelöst bei dem die Fans von Vorne bis zum Eingang hüpften. Gänsehautfeeling pur und meine Top Band am Samstag.
Unheilig
Bei Unheilig trat ein was ich eigentlich nicht erwartet hatte, das Zelt war knackevoll. Der Graf hatte das selbst wohl auch nicht erwartet und so spornte es wohl noch etwas mehr an. Der Funke sprang relativ schnell auf das Publikum über und so war eine super Stimmung schnell garantiert, der Graf musste eigentlich gar nicht mehr so viel nachhelfen.. Unheiligs Auswahl an Songs war gut durchmischt, wobei Sage Ja, Maschinen zu den besten Songs in dem Set gehörten. Da wir auf Grund des vollen Zeltes eigentlich nur den Grafen sahen nehme ich mal an das die restliche Band auch ganz glücklich war. Top Darbietung.
Eine negative Bemerkung hier am Rande über die Black Metal Kiddies die das ganze Konzert über nervten. Wenn man sich auf einem so großen Festival wie dem Wacken vor die Bühne stellt und auf eine andere Band wartet, hat man in keinster Weise das Recht gepachtet die Band auf der Bühne auszubuhen zumal 97% der Anwesenden sichtbar Spaß hatten. Ist mir persönlich das erste mal vorgekommen, aber solche Leute sind echt zu verachten.
Um das Wacken 2007 auf der Party-Stage abzuschließen, durften Haggard um kurz vor 1 Uhr Nachts die Bühne betreten. Schon beim Aufbau wurde man von der Bodenständigkeit der Band überrascht: Asis himself verlegte Kabel und baute Noten-/Mikrofonständer auf und auch einige andere Musiker ließen sich schon im Vorfeld auf der Bühne blicken.
Nach dem Soundcheck, bei der Haggard den Judas Priest Klassiker "Breaking the Law" interpretierten, ging es auch schon los. Gespielt wurden viele Songs vom "Eppur Si Muove", aber auch ältere kamen zum Zuge. Vor allem ersteres schien den vielen italienischen Fans zu gefallen. Des weiteren präsentierten Haggard zwei Songs ihres neuen, derzeit in Arbeit befindlichem, Album "Tales Of Ithiria" das allererste Mal der öffentlichkeit!
Die allgemeine Stimmung war gut, aber Haggard sind halt auch keine Partyband, sondern eher was zum genießen. Somit gab es keinen Moshpit, nur einen einzigen Crowdsurfer und nur wenig Gebange. Der musikalischen Leistung der Band tat dies aber keinen Abbruch; wie man das halt von Berufsmusikern erwartet. Wermutstropfen war aber , dass die Veranstalter Haggard keine Zugabe mehr zugestehen wollten. Selbst für Asis Entschuldigung, dass sie leider nicht mehr spielen dürfen, wurde ihm das Mikro nicht mehr aufgedreht; andererseits eine sehr große Geste, dass er überhaupt nochmal auf die Bühne kam und dies klären wollte.
Subway To Sally
Subway To Sally hatten die Ehre Samstags als letzte Band aufzutreten und standen auch zu dieser späten Uhrzeit vor einer nicht ganz unbeachtlichen Menschenmenge. Subway lieferten wieder wie gewohnt ein Top Leistung ab und konnten sogar meine Freundin als neuen Fan dazu gewinnen.
Neben dem Standards (Veitztanz, Mephisto, Schneekönigin, Die Schlacht) durfte das Publikum noch Meine Seele brennt und Auf Kiel vom neuen Album Bastard hören. Auf Kiel wurde als Live Video mitgeschnitten was natürlich so fast jeden zum Hüpfen animierte, das Publikum war eigentlich eh den kompletten Gig am abfeiern.
Dann war Schluss, aber natürlich musste noch einmal Julia und die Räuber zum Ende gespielt werden. Ein mehr als genialer Abschluss fürs Wacken 2007.(bt)
Noch einige Punkte als Kritik:
Wo war die Tribüne die angekündigt wurde.
Die neue Bühnenaufteilung gefällt, auch wenn der Zugang zu Partystage zu klein ist.
Wann gibt es einen eigenen Bus zum Schwimmbad?
Und wann spielen Metallica?
Ich will keine Worte über den Matsch und das Chaos verlieren, sondern freue mich das alles doch noch so gut über die Bühne lief und das Gelände war wirklich komplett im Eimer gewesen.
Abschließend kann man für alle Beteiligten sagen, Wacken 2008 wir kommen.....
Rain Or Shine
Euer Darkness Party/S-Lübeck Team


