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Alle Jahre wieder geht es nach Wacken, auch so in diesem Jahr und durch die Regenfälle im Vorfeld freute man sich schon im Vorfeld auf eine Schlammparty.
Diese wurde zum Glück nicht ganz so schlimm da das Gelände doch gut präpariert wurde mit Ausnahme der Zeltbühne.
Los geht es am Donnerstag Abend für mit dem „Spezial Gig“ von JBO die rockten sich in gewohnter Manier durch ihr Set, etwas leise zwar aber gekonnt souverän wie man es von JBO erwartet.
Ebenfalls zur gleichen Set rocken der W auf der anderen Bühne denn wir uns dann auch noch schnell anschauen, Party On bei Songs wie „Angst“ oder „Mein bester Feind“ bleibt kein Fan trocken, so hat der Beginn vom Wacken eine echt angenehme Note.
Running Wild dagegen brachte mit ihrem letzten Gig auch gleich den Sargdeckel mit, Musikalisch wars ok, aber die Stimmung seitens der Musiker war hier fehl am Platz. Langweilig ist hier der richtige Ausdruck, vor 60.000 Nasen sollte man noch einmal Gas geben, aber hier fehlte ja selbst die Deko auf der Bühne...(bt)
Dass es auch anders geht beweisen darauf die Opas von HEAVEN&HELL den sie treiben die Perfektion auf die Spitze mit "The Mob Rules", "Children of the Sea", „Country Girl“ und „Neon Knights“ haben sie die Fans in der Hand und geben es auch dementsprechend zurück. Manche Fans bekommen teilweise den Mund gar nicht mehr zu bei dieser genialen Darbietung, der Applaus fällt dann auch am Ende des Gigs dementsprechend heftig aus. Wer war nochmal Runnig Wild? (SK)
Freitag
Erst ging es erstmal den neuen Mittelaltersmarkt erkunden da es hier im Gegensatz zu dem normalen Gelände mal anderes Essen geben soll. Eigentlich ist es eine ganz nette Meile zum abchillen geworden mit allerlei Aktivitäten. Zwar muss man schon Larper sein um den Schaukämpfen was abzugewinnen, aber im Ganzen ist diese Erweiterung die Sinnvollste in den letzten Jahren. Man könnte den Platz hier aber noch besser Auslasten, das Catchprogramm ist hier aber eher komisch, keiner aus unserem Camp hat das wahrgenommen oder hat Interesse daran gezeigt.
Aber genug gechillt nun ging es geradewegs zu ENDSTILLE , die Kieler mit dem weiten Anfahrtsweg hatten heute gleich mal Nocturnal Overlord (CRIMSON MOON) an der Gitarre und Mannevond von KOLDBRANN am Mikro. Mit „Dominanz“, „Endstilles Reich“ und „...of Disorder“ wurde erstmal der Kriegszustand ausgerufen. Mission Complete, target destroyed!(sk)
NEVERMORE legten einige Zeit später ebenfalls eine Überraschung hin, Sänger Dane mit kurzen Haaren.... aber dennoch können sie noch rocken und so kloppten sie uns „Dead World", "The Heart Collector", "Enemies of Reality", "The Seven Tongues of God", "Narcosynthesis" oder "Inside Four Walls" derart um die Ohren das gar nichts mehr ging... der Pit bei „Born“ vollendete das geniale Set.(BT)
MOTÖRHEAD mal wieder in Wacken und immer wieder Gut so auch heute, Lemmy kloppt uns wie immer die Klassiker um die Ohren und zeigt uns gut gelaunt seine Bartpracht. Nix zu meckern aber auch irgendwie wie jedes Jahr ….
AIRBOURNE dagegen klettern auch mal auf der Bühne herum und sind dann für eine Super Party verantwortlich, ohne neues Material im Gepäck schießen sie uns Hits wie „Hellfire oder Runnin´ Wild“ um die Ohren und sorgen für einen Klassegig und das in dem Alter, leider konnten wir uns nicht alles anschauen da der Grill wartete. Bullet for my Valentine und Hammerfall wollte sich dann auch keiner von uns antun.
Fast komplett Wacken war bei IN FLAMES angetreten um den Göteburger Sound zu frönen und es wurde wie immer ein wahnsinnig fetter Gig erwartet, auch wenn ich einige Songs aus früheren Zeiten deutlich vermisst habe. Wie kann es eigentlich sein das in Wacken die Headliner manchmal einen echt miesen Sound haben, In Flames waren davon ebenfalls betroffen und so konnten Cloud Connected“, „Trigger“, „The Quiet Place“ und „Take this Life“ oder „Embody the Invisible“ nicht die volle Wirkung entfalten. Natürlich gab es wieder ein nettes Hüpfkonzert bei „Only For The Weak“, aber die Magie wie anno 2007 fehlte diesmal leider. (bt)
Auch bei AMON AMARTH war der Soundmann scheinbar auch zugedröhnt gewesen, an der Leistung der Schweden war natürlich nichts zu meckern gewesen mit „Victorious March
The Pursuit of the Vikings und Death in Fire,“ hatten sie die Fans zu so später Stunde (wieso auch immer) zwar in der Hand aber der Sound war unterirdisch mies gewesen das selbst Thor Blitze hätte schmeißen sollen.(td)
Bei ASP hatte der Rest zum Glück mehr Spaß gehabt, zwar ist ASP eine relativ Unmetallische Band, aber jeder der sie schon einmal Live erlebt hat weiß was ASP für eine Wucht und Dynamik entwickeln, besonders vor 20.000 Nasen. Hier hatten wir dann einen Magischen Moment gehabt, der leider in Wacken viel zu selten geworden ist. Mit „Werben, Wahrer Satan, Nie Mehr,“ hatten ASP die Grufties in der Hand gehabt und sorgten somit für den krönenden Abschluss an diesen Freitag Abend. (bt)
Samstag:
Der Samstag startete nach der Frühstücksgrillrunde gleich erstmal mit einer Runde NAPALM DEATH. Mit "Scum","Unchallenged Hate" oder "Suffer the Children" zerstörten sie zugleich erstmal die ersten Anwesenden und das so früh am Morgen. Natürlich am Ende mit "Nazi Punks Fuck Off" wurde noch einmal richtig reingedreschen, Guten Morgen Wacken.(td)
Danach war bis HEAVEN SHALL BURN nichts Interessantes auf dem Tacho gewesen und nach ein kurzen Runde RAGE was irgendwie naja einschläfernd wirkte widmete wir uns ganz dem Mittagsgrillen.
Zu HEAVEN SHALL BURN trauten wir uns dann wieder auf das Gelände und trafen auf eine volle Black Stage. HSB brauchten gerade einmal Intro+1Min um die ersten Pits zu entfachen und drückten die Fans mit dem Sound in den Matsch.
Mit „Behind the Wall of Silence“, „Counterweight“ oder „The Weapon the fear“ und„Forlorn Skies“entfachten sie spontan den größten PIT in Wacken, Autsch. Immer mit Vollgas entwickelte sich ein derber Druck auf die Fans, na also es geht doch noch das Bands auf Höchleistung kommen.(sk)
Bei IN EXTREMO platze der Platz leider aus allen Nähten was bei dem Gig das vorankommen etwas erschwerte. Das Set war relatives Standartprogramm und selbst die Bühnendeko war ähnlich dem letzten WOA Auftritts angeglichen. So gabs einen guten Schnitt aus der Hitfabrik aus altbekannten Liedern. Ganz nett zwar, aber In Extremo haben ihren alten Charme etwas verloren. Nach ¾ des Sets entschied ich mich dann doch fürs Grillen am Zelt. (td)
PAIN war dafür um so genialer, wie bereits auf der Headlinertour im Frühjahr zeigte Pain,was ein gute Party ausmacht. Gas geben war hier die Devise und mit Songs „Dancing with the Dead, I´m Going In“ gelang es Pain innerhalb von 3 Minuten den Pulk zu entfesseln. Immer voran Peter Tätgrens fiesen Kommentare, Painfans sind das ja gewöhnt und so wurde der Paingig mit ein Highlight auf dem Festival.(bt)
VOLBEAT war eigentlich als „Nur mal kurz anschauen“ Band angesetzt, daraus wurde nichts denn die Dänen konnten bereits ab dem ersten Song überzeugen und verursachten erstmal eine fette Party an dem Samstag Abend. Die Songs "Radio Girl", "Sad Man´s Tongue" und "Mr. & Mrs.Ness" entwickelten eine Dynamik das es nur so brummte und so hab ich spontan eine neue Lieblingsband gefunden... mist. Dazu kommt noch 100% Leistung seitens der Band der dem Gig die richtige Würze gab.(tb)
MACHINE HEAD, ok ist ein Fall für sich und da ich sie mit ihrem Set nun schon knapp 4 mal in 2 Jahren gesehen habe erwartete ich einfach einen soliden Gig die Wacken natürlich bekam, alles wurde nur etwas von den miesen Soundproblemen überschattet, Knarzen, Rückkopplungen beim Headliner … mal wieder. Man ließ sich dadurch aber nicht die Laune verderben und so ging es ab in den Pit der im Hitfeuerwerk von Machine Head so richtig los zündete. Mit Songs wie „Imperium, Halo oder Davidian“ kein Problem, Rob Flyn war auch wieder so gut gelaunt das er 90% der Ansagen mit „Prosst“ begann... ähm ja... nett.(bt)
Ich weiß nicht wie oft wir SUBWAY TO SALLY in den letzten Jahren in Wacken gesehen haben, aber dennoch war das Konzert der passende Abschluss vom Wacken 2009. Subway To Sally waren wie immer hoch motiviert und gaben ihr Programm zum Besten. Mit dem Misch aus Neu (Besser du Rennst, Sieben) und Alt (Kleid Aus Rosen, Veitstanz) entfachten sie die Menge noch einmal und holten die letzten Leistungsreserven aus dem Publikum. Mit „Julia und die Räuber“ wurde am Ende dann das Wacken Open Air 2009 im Applaus beendet.
Das war Wacken, wir sind nicht im Schlamm versunken sondern leben noch. Wacken 2009 war wie jedes Jahr wieder ein Highlight in der Festivalzeit und es gab einige Sinnvolle Neuerungen, neben den Übersichtsplänen, den neuen Pinkelbecken kam die neue Mittelalterarea am Besten an.
Das Wrestlingzelt hat bei uns im Camp niemanden interessiert (was es soll weiß auch keiner), leider fiel der Sound wie auch im Jahr zuvor wieder ziemlich beschissen auf.
Zudem stießen die sehr oft überfüllten und verstopften Bühnen sauer auf, insbesondere die Wet Stage trug ihren Namen alle Ehre, wenn Besucher unter einem Dach die Luftmatratzen rausholen und im Matsch surfen läuft was falsch. Aber ansonsten sind wir in Wacken 2010 wieder mit dabei Rain or Shine.


